10 Tipps für einen gelungenen Schulstart

Letztes Update: 22.09.20

 

Wenn Ihr kleiner Schützling eingeschult wird, ist dies ein ganz besonderes Erlebnis. Natürlich auch beim zweiten oder dritten Kind. Damit die Einschulung für Sie und Ihr Kind gleichermaßen zu einem positiven Erlebnis wird, an das man sich gerne zurückerinnert, sollten Sie einige Dinge beachten. Denn eine perfekte Einschulung ist ein guter Start in einen neuen Lebensabschnitt, in dem das Kind endlich wie ein(e) „Große(r)“ behandelt wird.

Im Folgenden haben wir 10 praktische Tipps für Sie zusammengefasst, um den ersten Schultag positiv zu gestalten und zu einem Erfolg für alle Beteiligten zu machen. Einige der Tipps sorgen auch schlichtweg für Erleichterung bei Ihnen oder Ihrem Kind.

 

1. Lassen Sie Ihr Kind in den Schulalltag reinschnuppern

Die meisten Schulen bieten vor der Einschulung oder in Zusammenarbeit mit der Kita bzw. dem Kindergarten einen oder sogar mehrere Schnuppertage an. An solchen Tagen kann sich das Kind bereits vor dem ersten Schultag in der Schule umschauen, sich mit allem Neuen vertraut machen und die gesamte Einrichtung kennenlernen. Dies nimmt dem Kind Ungewissheiten und Ängste ab und es lernt bereits vorab, wo der Pausenhof, die Toiletten und wo die Klassenräume sind.

Darüber hinaus ist dies auch eine hervorragende Möglichkeit, den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin bereits kennenzulernen. Häufig werden an solchen Schnuppertagen auch schon die ersten Freundschaften geknüpft, wenn zukünftige Mitschüler*innen auch teilnehmen.

 

2. Sparen Sie nicht am Schulranzen

Ein guter Schulranzen ist wohl das wichtigste Utensil für alle Schulanfänger*innen. Auch Jahrzehnte später erinnert man sich noch an seinen ersten Schulranzen und diese Erinnerung soll möglichst positiv sein. Sie sollten beim Kauf unbedingt den einen oder anderen Schulranzen Test studieren und sich über die wichtigsten Kriterien informieren. Die wichtigsten Eigenschaften eines guten Schulranzens haben wir hier kurz für Sie zusammengefasst:

DIN-Norm: Achten Sie auf die  DIN-Norm 58124. Diese sollte ein Schulranzen für Erstklässler erfüllen.

Tragekomfort: Der Ranzen muss bequem sitzen und zur Größe des Kindes passen. Er darf an keiner Stelle drücken, sollte vom Kind einfach an- und ausgezogen werden können und sich leicht verstellen lassen.

Sichtbarkeit: Um die Sichtbarkeit zu verbessern, sollten Reflektoren angebracht und möglichst auch helle bzw. leuchtende Farben verarbeitet sein. Dies ist insbesondere im Herbst und Winter wichtig, wenn es morgens auf dem Schulweg noch dunkel ist.

Funktionen: Der Ranzen sollte über mehrere Fächer verfügen und ausreichend viel Platz und Sortiermöglichkeiten für Hefte und Bücher bieten.

Material: Wir empfehlen, einen regendichten oder mit einem Regenschutz ausgestatteten Ranzen zu kaufen, der aus einem soliden, langlebigen und robusten Material besteht. Achten Sie dabei insbesondere auf die solide Verarbeitung und Polsterung der Träger.

Gewicht: Ein Ranzen muss ergonomisch sitzen und sollte kein zu hohes Eigengewicht haben, denn durch Getränk, Bücher, Essen und Zubehör wird er von alleine schwer genug. Über 1,5 Kilogramm sollte ein leerer Schulranzen keinesfalls wiegen.

Design: Was das Design angeht, sollte Ihr Kind unbedingt das letzte Wort haben. Es ist sein/ihr Ranzen und das sollten Sie unbedingt respektieren.

3. Zubehör und Hefte

Vergessen Sie beim Kauf des Ranzens das Zubehör nicht, denn hierauf wird Ihr Kind ebenfalls sehr stolz sein. Insbesondere ein Farbmalkasten, ein gutes und natürlich gefülltes Mäppchen sowie die ersten Hefte sollten in keinem Ranzen fehlen. Einen Füller müssen Sie am ersten Tag in der Regel noch nicht bereithalten, denn die meisten Lehrer möchten, dass die Klasse einen einheitlichen Füllfederhalter verwendet.

Auch bei den Utensilien sollten Sie nicht auf das Billigste vom billigen zurückgreifen, denn Langlebigkeit zahlt sich bei Mäppchen und Farbkasten am Ende aus. Häufig können Sie auch den Ranzen bereits inklusive Zubehör wie Sportbeutel, Federmäppchen, Schlampermäppchen & Co. kaufen. Bei aller Auswahl und Vielfalt sollten Sie jedoch auch den Umweltaspekt nicht vernachlässigen, denn es gibt heute viele Hersteller, die Schulzubehör aus recycelten oder wiederverwertbaren Materialien herstellen.

Wenn Sie alle benötigten Utensilien beisammen haben – zu denen natürlich auch die von der Schule angegebenen Bücher und Hefte gehören – sollten Sie dennoch stets prüfen, dass Ihr Kind nur das Nötigste mit in die Schule nimmt und der Ranzen nicht unnötig vollgepackt ist.

 

4. Ein vollwertiges und gutes Frühstück

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind neben vielleicht der einen oder anderen kleinen Leckerei oder einem süßen Pausenbrot auch Obst oder Gemüse mitnimmt. Der Grundstein für einen erfolgreichen Start in den Tag legt man auch durch das Frühstück bzw. das Pausenbrot. Es lässt sich leichter lernen, wenn man gut gefrühstückt hat. Manche Kinder möchten bereits frühstücken, bevor sie sich auf den Schulweg machen, andere hingegen bevorzugen es, erst in der Schule mit den Mitschülern zu essen. Richten Sie sich hier nach den Bedürfnissen Ihres Kindes. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind jedoch ohne Frühstück und Getränk in die Schule schicken.

 

5. Üben Sie den Schulweg 

Ihr Kind sollte sich auf dem Weg zur Schule stets sicher fühlen. Üben Sie daher den Weg am besten bereits vor der Einschulung, insbesondere, wenn es zu Fuß gehen muss. Aber auch der Weg zur Bushaltestelle will gelernt sein. Behalten Sie dabei stets im Hinterkopf, dass es für Kinder deutlich schwieriger und vor allen Dingen ungewohnt ist, sich selbst zurechtfinden zu müssen. Außerdem betrachten Kinder die Welt aus einer anderen Perspektive und wird häufiger übersehen als ein Erwachsener.

Ganz wichtig ist auch, Ihrem Kind das Verhalten an Kreuzungen und großen Straßen genau zu erklären. Ampeln muss es natürlich kennen und es ist essentiell wichtig, dass es stets die komplette Straße überblickt, bevor es sie überquert. Außerdem ist es empfehlenswert, ihm klarzumachen, dass man auf dem Gehweg idealerweise so weit innen wie möglich geht. Auch Zebrastreifen bieten keine 100-prozentige Sicherheit, insbesondere, da Kinder hier häufiger übersehen werden. Machen Sie auch dies Ihrem Kind klar.

Wenn Ihr Kind mit dem Bus oder der Bahn zur Schule fährt, sollten Sie ihm ebenfalls die wichtigsten Grundregeln vermitteln. Hierzu gehören beispielsweise, dass man nicht schubst und drängelt, dass man beim Ein- und Aussteigen besonders vorsichtig an der Straße sein muss und natürlich muss es auch genau wissen, wo es ein- und wo es aussteigen muss. Haltestellen zu kennen und sich mit dem Busfahren vertraut zu machen, sind sehr wichtige Dinge, die Sie unbedingt vorher üben sollten. Denken Sie auch an Kleinigkeiten. Zeigen Sie Ihrem Kind beispielsweise, wo es sich festhalten kann, wenn mal kein Sitzplatz frei ist und erklären Sie ihm, wie es den Ranzen am besten verstaut.

 

6. Kümmern Sie sich bereits vorab um einen guten Schreibtisch

Zu einem guten Schreibtisch gehört natürlich auch ein guter Schreibtischstuhl, der an die Anforderungen der Kleinen angepasst ist. Auch Kinder brauchen ihren eigenen Arbeitsplatz für ihre Hausaufgaben und sollten bereits frühzeitig lernen, wie man an einem Schreibtisch arbeitet, seine Utensilien organisiert und welche Vorteile ein eigener Arbeitsplatz hat. Natürlich können Sie insbesondere zu Beginn der Schulzeit die Hausaufgaben mit Ihrem Kind gemeinsam – auch gerne am Küchentisch – machen. Früher oder später kommen Sie an einem eigenen Schreibtisch aber ohnehin nicht vorbei.

Daher ist es empfehlenswert, sich für ein Modell zu entscheiden, das höhenverstellbar ist, also mitwächst. Stabilität, Verstaumöglichkeiten und ein hochwertiges Material sind natürlich ebenfalls wichtige Kriterien. Empfehlenswert ist auch eine neigbare Schreibfläche.

Auch der Stuhl sollte höhenverstellbar sein und die ideale Sitzhöhe, Sitztiefe und Rückenlehne für Ihr Kind bieten. Achten Sie darauf, dass sich das Kind an seinem Arbeitsplatz frei bewegen kann und wählen Sie den Schreibtisch so aus, dass später auch ein Computer oder Laptop gut daran genutzt werden können.

 

7. Kosten Sie den 1. Schultag voll aus

Am ersten Schultag selbst sollte wenn möglich jedes enge Familienmitglied ebenfalls da sein. Kosten Sie den Tag in vollen Zügen aus und geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es nun in einen neuen Lebensabschnitt übergeht. Halten Sie die wichtigsten Momente nicht nur auf kleinen Handyclips fest, sondern machen Sie schöne Fotos, die Sie später auch drucken bzw. entwickeln lassen. Zeigen Sie Ihrer Familie, wie stolz Sie sind und lassen Sie dies auch Ihr Kind spüren. Ausreden gibt es nicht. Der erste Schultag ist für Mama, Papa und in der Regel auch Geschwister sowie Oma und Opa absolute Pflicht.

8. Die Schultüte

Wenn die Schultüte nicht bereits im Kindergarten gebastelt wird, können Sie selbst eine basteln oder natürlich auch eine fertige Schultüte kaufen. Wichtig ist, dass Ihr Kind mitentscheiden kann, wie sie aussieht. Sie soll individuell sein und muss Ihrem Kind gefallen – nicht zwangsläufig Ihnen. Sie wird Ihrem Kind lange im Gedächtnis bleiben.

Wer selbst eine Schultüte basteln möchte, findet im Internet viele Bastelanleitungen oder kann auch auf Bastelbücher zurückgreifen, die extra für Schultüten gedacht sind. Hinein kommen neben Süßigkeiten häufig auch kleine Geschenke und wichtige Utensilien wie Anspitzer, Radiergummi, Farbkasten oder andere Dinge, an denen Ihr Kind Freude hat.

 

9. Schenken Sie Ihrem Kind Vertrauen

Loslassen ist für viele Eltern sehr schwierig. Doch mit dem Schuleintritt muss Ihr Kind ein Stückweit selbstständiger werden, ob Sie es wollen oder nicht. Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck, geben Sie ihm die Zeit, die es benötigt und unterstützen Sie dort, wo es gebraucht wird. Doch geben Sie ihm gleichzeitig auch unbedingt das Gefühl, dass es Hürden alleine nehmen kann und schenken Sie ihm wichtiges Vertrauen. Stärken Sie das Selbstwertbewusstsein und zeigen Sie vor allen Dingen Interesse an den ersten Erfahrungen, die das Kind in der Schule mit Lehrern, Mitschülern oder bestimmten Fächern sammelt.

 

10. Behalten Sie negative Erfahrungen für sich

Auch wenn Sie selbst schlechte Erfahrungen in der Schule gesammelt haben, einen bestimmten Lehrer nicht mögen oder etwas an der Planung der Einschulung auszusetzen haben. Behalten Sie dies alles insbesondere zu Beginn für sich. Negative Erfahrungen können nur für Verunsicherung sorgen. Erzählen Sie lieber von den positiven Erfahrungen mit Ausflügen, Mitschülern und Theaterstücken, die Sie besucht haben. Die Euphorie des Kindes sollte man ihm nicht nehmen und sie so hoch wie möglich halten.

 

 

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