5 Tipps für die perfekte Schlafumgebung für Ihr Baby

Letztes Update: 04.12.20

 

Manchmal ist es nicht so leicht, für ideale Schlafbedingungen für Neugeborene, Babys und Kleinkinder zu sorgen. Insbesondere, wenn man die Anforderungen der Kleinen noch nicht kennt und sich unsicher ist, wie viel das Baby schläft, wie es schläft und wo es am besten schlafen sollte.

Wir haben im Folgenden fünf Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie sicherstellen können, dass die Schlafumgebung Ihres Kindes ideal ist. So können Sie die ideale Voraussetzung dafür schaffen, dass Ihr Baby schnell seinen Schlafrhythmus findet und vielleicht etwas früher damit beginnt, sechs oder sogar acht Stunden am Stück durchzuschlafen.

 

Die ideale Schlafposition

Die perfekte Schlafposition ist insbesondere während der ersten Monate sehr wichtig, denn die Babys können sich noch nicht umdrehen oder die Position selbst verändern. Fast alle Babys schlafen daher auf dem Rücken und das ist auch gut so. So besteht keine Gefahr, dass sie sich auf den Bauch drehen und mit dem Gesicht in der Matratze zu wenig Luft bekommen.

Es gibt auch kleinere Babys, die bereits in der Seitenlage schlafen, was allerdings aus besagtem Grund gefährlich werden kann. Die Seitenlage sollte daher immer mit einem speziellen Kissen oder einem festen Handtuch unterstützt werden. Bauchschläfer ist ein Baby nie und Ärzte raten von dieser Position zudem dringend ab, denn es kann nicht nur hinsichtlich der Sauerstoffversorgung gefährlich werden, sondern die motorischen Fähigkeiten sind auch noch nicht so ausgeprägt, dass es ein ruhiges Schlafen ermöglichen würde.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, auf die Bedürfnisse des Babys zu achten, denn auf unebenem Untergrund oder wenn der Kopf zu tief liegt, ist auch die stabile Rückenlage schnell unbequem. Wenn das Kind Schlaf braucht, sollte es ihn auch bekommen – auf sichere und gleichzeitig bequeme Art und Weise.

 

Hilfsmittel für einen guten Schlaf

Falls Ihr Kind von den empfohlenen Schlafzeiten pro Tag weit entfernt ist und zu wenig schläft, sollte man Gegenmaßnahmen ergreifen. So kann der Schlaf verlängert werden, was wichtig für die Verarbeitung des Tages und die gesunde Entwicklung ist.

Zwar ist jedes Kind unterschiedlich und nicht jedes Kind braucht gleich viel Schlaf, aber Zustände wie Schreien, Unzufriedenheit oder häufiges Augenreiben deuten auf Schlafmangel hin. Folgende Hilfsmittel können helfen, für mehr Schlaf bei Ihrem Baby zu sorgen. Im Zweifel sollten sie jedoch mit Ihrem Arzt oder der Hebamme abgesprochen werden.

Lange Vorbereitungsphase: Ist die Zeit vor dem Einschlafen ereignisreich, aufgewühlt oder neu, schlafen viele Babys schlecht ein. Sorgen Sie daher bereits frühzeitig für ein ruhiges Wohlfühlklima, zeigen Sie Geduld und schenken Sie Nähe und Geborgenheit. Kuscheln oder das Vorlesen einer Geschichte ist ideal.

Aroma-Öl: Bei vielen Babys kann man mit Aroma-Öl gute Ergebnisse erzielen. Beispielsweise kann es in einem Luftbefeuchter oder in einem entspannenden Bad mit Babyöl dazu führen, dass das Kind besser schläft. Insbesondere Lavendelöl ist hier sehr empfehlenswert.

Ruhige Musik: Entspannungsmusik kann zu einem festen Ritual beim Einschlafen werden und viele Babys reagieren sehr positiv darauf. Insbesondere, wenn es immer die gleiche Musik ist, wird sich das Kind schnell daran gewöhnen und es dient als Zeichen dafür, dass es jetzt zu Bett geht.

Massage: Eine Babymassage dient der Entspannung, die stärkt die Bindung und sie beruhigt. Leichte Handgriffe, die auch Physiotherapeuten nutzen, sind schnell erlernt und können helfen, Blockaden der Geburt zu beseitigen und zu einem besseren Schlaf beitragen.

Temperatur und Sauerstoffbedarf

Das richtige Klima im Raum ist sehr wichtig, denn ist es zu warm oder zu kalt, wird das Baby immer unruhiger oder überhaupt nicht schlafen. Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur im Schlafzimmer stets bei etwa 18°C liegt, dies ist zum Schlafen ideal.

Im Winter sollten Sie nicht über die Heizung den Raum zu stark aufheizen und ihn austrocknen, sondern das Kind lieber mit einem speziellen Babyschlafsack dick einpacken. Auch ein Schlafanzug ist in der kälteren Jahreszeit eine sinnvolle Sache.

Im Sommer sollte auf einen Schlafsack verzichtet werden, wenn sich eine Raumtemperatur von 18°C nicht halten lässt. Hier reicht bei etwas älteren Kindern, die sich die Decke nicht mehr über das Gesicht ziehen können, auch eine sehr leichte Decke.

Darüber hinaus sollten Sie stets auf eine gute Belüftung des Raumes sorgen und auch im Winter auf zusätzliche Kissen oder Kuscheltiere verzichten, die sich das Baby vor das Gesicht halten kann. Dies führt zu einer Reduzierung der Sauerstoffzufuhr und kann sehr gefährlich für das Kind werden. Auch lose Decken oder zu leichte Decken können schnell vor das Gesicht gezogen werden.

 

Der richtige Schlafplatz zur richtigen Zeit

Es ist sehr wichtig, dass Ihr Baby feste Orte zum Schlafen hat. Dies kann während Nickerchen oder später beim Mittagsschlaf durchaus auch die Couch sein, keine Frage. Aber auch wenn Ihr Baby gerade am Anfang noch häufig bei Ihnen im Bett schläft, da es ohnehin alle paar Stunden wach wird, so sollte es dennoch sein eigenes Bettchen haben.

Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es kindgerecht bzw. altersgerecht ausgestattet ist, denn auch das beste Babybett nützt nichts, wenn beispielsweise die Matratze zu hart, zu weich oder zu klein ist, so dass gefährliche Freiräume und Lücken entstehen können. Auf weiche Kissen, eine leichte Decke, die es sich über den Kopf ziehen kann, sollte unbedingt verzichtet werden und bei ganz kleinen Kindern gehören auch keine Kuscheltiere ins Bett. Ob Sie sich dann letztendlich für ein massives Kinderbett, ein Modell aus MDF oder erst einmal nur für ein Zustellbett entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass es den Bedürfnissen des Kindes angepasst ist, keine scharfen Kanten und keine unnötigen Verzierungen und Schnörkel hat, die für das Kind gefährlich werden können.

Man sollte sich zudem stets darüber im Klaren sein, dass sich der Schlafrhythmus des Kindes erst über Monate bzw. Jahre entwickelt. Es ist völlig normal, dass das Baby in den ersten Monaten keinen Rhythmus hat, mehrmals wach wird und über den Tag verteilt viele Nickerchen macht. Während sich das Gehirn entwickelt, werden Eindrücke und Erlebnisse im Schlaf verarbeitet und je weiter der Entwicklungsstand ist, desto besser wird sich der eigene Schlafrhythmus entwickeln.

Der Rhythmus selbst kann zwar nicht beeinflusst oder festgelegt werden, aber man kann dazu beitragen, dass die Kleinen schnell zwischen Tag und Nacht bzw. hell und dunkel unterscheiden, wenn man feste Rituale, Schlafzeiten und Schlaforte bereits ab dem zweiten oder dritten Monat einführt. Am Ende reagiert das Kind immer darauf, was in seiner Umgebung geschieht. Wenn sie ungeduldig sind und zwanghaft versuchen, dass das Baby einschläft, wird sich nicht selten die Ungeduld übertragen und es schläft nicht ein. Richten Sie sich daher nach dem Baby und versuchen Sie nicht, es krampfhaft und möglichst schnell an Ihren Anforderungen zu orientieren. Bis zum 3. Monat brauchen die meisten Babys noch bis zu 18 Stunden Schlaf am Tag. Dies reduziert sich dann über etwa 14 bis 15 Stunden zwischen dem 3. bis 12. Monat und ab etwa 1,5 Jahren braucht es dann meist noch etwa 12 Stunden.

Der richtige Untergrund

Ein Baby schläft nicht gut auf einer sehr weichen Matratze. Dies kann in Rückenlage der Wirbelsäule schaden. Wenn Sie selbst eine sehr weiche Matratze haben, ist es daher keine gute Idee, das Baby bei Ihnen im Bett schlafen zu lassen. 

Sorgen Sie dafür, dass das Baby eine gute Kinderbettmatratze hat. Dies ist wichtiger, als ein Babybett, das niedlich aussieht oder besonders gut ausgestattet ist. Auch auf einer festen Couch kann das Baby gut mittags schlafen, wenn Sie dies als festen Schlafplatz etabliert haben. 

Natürlich ist es für das Kind aber auch angenehm, wenn die Matratze bequem ist. Nur eine sehr dünne Schaumstoffauflage auf einem Brett ist daher ebenfalls nicht empfehlenswert. Auch günstige Matratzen können diese Anforderungen absolut erfüllen, es muss daher nicht unbedingt die teure Bio-Kokosfaser-Matratze sein.

Wenn Sie unsicher sind, was die Matratze angeht, empfehlen wir, Bewertungen und Testberichte zu lesen oder sich im Fachhandel beraten zu lassen. Auf jeden Fall sollten Sie sich damit auseinandersetzen, auf welchen Untergrund Sie das Baby legen, damit es sicher und bequem schlafen kann.

 

 

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