5 Tipps, wie Sie den besten Schulranzen für Erstklässler finden und nutzen

Letztes Update: 22.09.20

 

Für jedes Schulkind ist der Ranzen ein wichtiger Begleiter. Besonders der erste Schulranzen nimmt dabei natürlich eine Sonderstellung ein, denn an ihn erinnert man sich lange und insbesondere für die noch jüngeren Kinder ist es sehr wichtig, einen ergonomisch geformten und in der Größe passenden Ranzen zu wählen. Woran man einen guten Schulranzen für Erstklässler erkennt und was man beim Tragen beachten sollte, haben wir in fünf einfachen Tipps für Sie kurz zusammengefasst. Für welchen Ranzen Sie sich am Ende entscheiden, sollte gut abgewogen und gemeinsam mit Ihrem Kind entschieden werden. Einfach mal kurz ins Internet gehen und für 30€ einen Schulrucksack bestellen mag für die spätere schulische Laufbahn hin und wieder praktikabel sein, für den ersten Schulranzen ist es das aber keinesfalls.

Bedenken Sie aber stets auch, dass man beim Vergleichen nicht nur rein analytisch vorgehen sollte. Denn der erste Ranzen ist auch ein Symbol dafür, dass Ihr Kind nun zu den „Großen“ gehört und da gehört ein gewisses Mitspracherecht ebenso dazu wie ein Stück Eigenverantwortung und Stolz. Dennoch sollte natürlich das Aussehen nicht das wichtigste Kriterium sein, denn Sie selbst wissen am besten, wie schnell sich der Geschmack von Sohn oder Tochter ändern kann. Ranzen, die fest mit bestimmten Disney-Figuren bedruckt sind, sind daher häufig nicht die beste Wahl.

 

Achten Sie auf die wichtigsten Kriterien

Es gibt einige wesentliche Faktoren, die ein guter Schulranzen erfüllen sollte. Dies sind die Anforderungen, auf die Sie in jedem Fall achten sollten, auch wenn es früher oder später auch um das Aussehen geht und Sie Ihrem Kind mehrere Varianten zur Auswahl geben möchten. Diese Hauptkriterien sollten alle Schulranzen für Erstklässler erfüllen:

Gewicht: Der Ranzen sollte leer nicht schwerer als maximal 1,4 Kilogramm sein, denn durch Bücher, Hefte, Pausenbrot und Getränk wird er ohnehin schwer genug.

Größe: Sie sollten bei der Breite darauf achten, dass der Ranzen nicht breiter ist als das Kind. Idealerweise schließt er mit den Schultern ab. Was die Höhe angeht, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind den Kopf stets frei bewegen kann und nicht durch den Ranzen behindert wird. Beim Innenleben sollten Sie auf ausreichend viele Fächer Wert legen. Denken Sie dabei nicht nur an Hefte und Bücher, sondern auch an eine Getränkeflasche und das Mäppchen.

Befestigung: Der Ranzen sollte vorne mit Gurten befestigt werden können. Dies ist insbesondere für etwas zierlichere Kinder wichtig. Achten Sie darauf, dass die Gurte nicht einschneiden oder scheuern und leicht verstellbar sind. Hüftgurte entlasten den Rücken deutlich und sind zu Beginn sehr empfehlenswert.

Reflektoren: Der Ranzen sollte mit ausreichend vielen Reflektoren versehen sein, damit das Kind auch im Herbst und Winter stets gut gesehen wird.

Anpassung: Der Ranzenrücken sollte gut an den Rücken des Kindes angepasst werden können. Der Rücken sollte dabei nicht nur ergonomisch geformt und gepolstert, sondern auch atmungsaktiv sein.

Wasserdicht: Idealerweise ist der Ranzen wasserdicht oder verfügt zumindest über einen optionalen Regenschutz, damit das Innere vor Nässe geschützt werden kann. Auch eine Bodenschale ist wichtig, damit von unten her kein Wasser eindringen kann.

Am Ende des Tages ist es natürlich Ihnen überlassen, für welche Art Ranzen Sie sich entscheiden und ob er alle Kriterien erfüllt. Zumindest die sicherheitsrelevanten und die Kriterien, die für eine gute Gewichtsverteilung und einen ergonomischen Tragekomfort stehen, sollten Sie unbedingt beachten. 

Die DIN 58124 Norm beachten

Die DIN 58124 Norm regelt den Anteil an fluoreszierendem Material und Reflektoren. Laut dieser Norm sollen mindestens 20% der Außenfläche aus fluoreszierendem Material bestehen, wovon mindestens 10% reflektierend sein sollten. Außerdem regelt die Norm, dass Tragegurte mindestens 50 cm lang und 4cm breit sein müssen. Es muss ein Tragegriff zum Aufhängen vorhanden sein und bezüglich des Rückenteils muss der Ranzen atmungsaktiv und körpergerecht (ergonomisch) geformt sein, um die Norm zu erfüllen. Ein Ranzen, der diese Norm nicht erfüllt, ist also in mindestens einem dieser Kriterien schlechter ausgestattet.

Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Ranzen dadurch schlecht ist, es kann aber ein Hinweis sein, dass man für einen Erstklässler gegebenenfalls besser zu einem Modell greifen sollte, das all diese Mindestanforderungen erfüllt.

 

Nicht jeder Testsieger ist für jeden ideal

Um den besten Schulranzen für Ihr Kind zu finden, macht es zwar Sinn, sich Testergebnisse von Stiftung Warentest, Ökotest und weiteren Vergleichsportalen anzuschauen, letztendlich sollten Sie aber selbst entscheiden, denn jedes Kind hat andere Bedürfnisse und Ansprüche.

Während beispielsweise Ökotest seine Testverfahren überwiegend auf Schadstoffe im Material hin auslegt, finden Sie unter den Testsiegern bei Stiftung Warentest überwiegend Modelle, die besonders gut zu sehen sind. Etwas zu kurz kommt bei beiden großen Test-Instituten der eigentlich wichtigste Faktor: ein ergonomisches Design mit hohem Tragekomfort. Wir empfehlen, sich zunächst genau damit auseinanderzusetzen, welche Modelle für Ihr Kind hinsichtlich Größe, Verstellbarkeit, Gewicht und Komfort am besten passen. Erst dann macht es Sinn, weitere Kriterien wie ökologische Faktoren, Sichtbarkeit und am Ende des Tages auch das Design genauer zu betrachten.

Auf jeden Fall sollte auch ihr Kind ein Mitspracherecht haben, was das Aussehen angeht, denn es wird sich viele Jahre lang an den Ranzen erinnern und hoffentlich auch noch im Erwachsenenalter mit Stolz bzw. einem positiven Gefühl an die ersten Schultage zurückdenken, an denen eben auch der Ranzen eine große Rolle spielt.

 

Tipps rund um den Ranzen für Erstklässler

Ein guter Schulranzen für Erstklässler beugt Haltungsschäden und Rückenproblemen vor und sollte den Rücken des Kindes bestmöglich entlasten. Damit dies auch erfüllt werden kann, muss das richtige Tragen des Ranzens mit dem Kind geübt werden. Denn auch ein sehr ergonomischer Ranzen wird seinen Zweck verfehlen, wenn das Kind ihn nur an einem Schultergurt trägt, obwohl er schwer beladen ist.

Auch heute ist es noch so, dass Erstklässler eigentlich einen viel zu schweren Ranzen tragen. Um dieser Tatsache entgegenzuwirken ist es daher sehr empfehlenswert, einen möglichst leichten Ranzen zu kaufen. Ein hohes Eigengewicht verschärft diese ohnehin schon vorhandene Problematik nur unnötig zusätzlich. Generell kann man sich als Faustregel merken, dass ein befüllter Schulranzen maximal 10% des Körpergewichts des Kindes wiegen sollte. Insbesondere bei sehr zierlichen Mädchen ist dies aber praktisch unmöglich, selbst wenn er nur minimal beladen ist.

Wir empfehlen daher, unbedingt das richtige Packen des Ranzens mit dem Kind zu üben. Erklären Sie ihm, wie wichtig es ist, nur das Nötigste mitzunehmen und zeigen Sie ihm, in welchen Fächern was untergebracht werden kann. Hierfür ist eine gute, kindgerechte und klare Aufteilung des Innenlebens sehr wichtig. Dicke Bücher, die es nur an bestimmten Tagen braucht oder die vielleicht sogar in der Schule bleiben können, gehören entsprechend nicht in den Ranzen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Das richtige Tragen will geübt sein

Das Tragen des Ranzens mit zwei Gurten wird schnell als lästig empfunden, insbesondere, wenn es Klassenkameraden und Kameradinnen falsch vormachen und den Ranzen lässig über eine Schulter tragen. Trägt ein Erstklässler den Ranzen dauerhaft über eine Schulter, führt dies dazu, dass die belastete Schulter hochgezogen wird. Dadurch biegt sich die Wirbelsäule zur Gegenseite seitlich aus und wird entsprechend nicht gleichmäßig belastet. Daraus können Verspannungen und sogar Fehlstellungen des Rückens hervorgehen.

Wichtig ist daher auch, die Tragegurte unbedingt auf die gleiche Länge einzustellen, damit der Ranzen nicht schief auf dem Rücken sitzt. Ein zu tiefes sitzen des Ranzens ist ebenfalls zu vermeiden. Darüber hinaus ist natürlich wichtig, dass Ihr Kind den Ranzen einfach selbst an und ausziehen kann und ihn nicht als unkomfortabel empfindet. Keinesfalls sollte er an einer Stelle einschnüren oder drücken.

Das richtige Tragen liegt letztendlich in der Verantwortung des Kindes. Übertragen Sie diese Verantwortung daher auch. Hierzu gehört das selbstständige Packen ebenso wie das richtige Tragen.

 

Fazit

Der erste Schulranzen ist etwas ganz Besonderes für Ihr Kind. Sie sollten seinen Stolz teilen, es mit entscheiden lassen und dennoch stets darauf achten, dass die wichtigsten Faktoren gegeben sind und dass Ihr Kind den Ranzen selbst trägt.

Übertragen Sie ihm die Verantwortung über das Packen, Tragen und lassen Sie ihm ein wenig Entscheidungsfreiraum, wenn es um das Design geht. Letztendlich wird der Ranzen Ihr Kind idealerweise über mehrere Jahre begleiten und sollte daher entsprechend langlebig und solide sein. Gleichzeitig spielen natürlich auch Faktoren wie das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Tragekomfort eine große Rolle. Vertrauen Sie daher nicht jedem Test blind, sondern befassen Sie sich mit dem Thema. Lesen Sie sich schlau, welche Modelle für Sie in Frage kommen und prüfen Sie, ob die wichtigsten Kriterien erfüllt werden. Im Internet gibt es zahlreiche Tests und Vergleiche, die mehr Aufschluss über die verschiedenen Modelle geben.

Keinesfalls sollten Sie einfach einen lässigen Rucksack kaufen, der nicht verstellbar ist und nicht mitwächst. Auch von derzeit angesagten Motiven, die fest aufgedruckt sind, raten wir ab, denn der Geschmack von Kindern kann sich in einem neuen Umfeld schnell ändern. Einfach nur ein billiges Modell unter der Prämisse zu kaufen ‚für ein paar Jahre wird’s schon reichen‘ ist ebenfalls nicht empfehlenswert, denn selten sind sehr günstige Modelle ergonomisch, rückenschonend und erfüllen die wichtigsten Kriterien. Wenn Sie am Ranzen für einen Erstklässler sparen, sparen Sie am falschen Ende.

 

 

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